Wie sieht das ideale Musiktheater aus? „Ein englischer Gentleman wünscht, wenn sein Ohr befriedigt ist, seinen Geist beschäftigt, folglich Musik und Tanz fleißig vermischt mit gesprochener Komödie oder Tragödie“, forderte 1692 das Londoner „Gentlemen’s Journal“. Der britische Komponist Henry Purcell und der Dramatiker John Dryden, seit 1668 Poet Laureate am Hofe der Stuarts, lagen im Trend der Zeit, als sie mit King Arthur die Genres verknüpften: Schauspiel paart sich hier mit Oper, höfische Tanzrhythmen mit possenhaftem Schäferspiel, nationaler Mythos mit bissiger Satire zu einem schillernden Gesamtkunstwerk oder, wie Peter Ruzicka es nennt, „dem ersten Musical in der Geschichte“. Ob es die grandiose „Frost-Szene“ mit ihren Tremoli und chromatischen Rückungen ist, bei der es einem eiskalt den Rücken herunterläuft, ob das lebenspralle, deftige Trinklied „Your hay it is mow’d“ oder die seraphisch-entrückte Huldigung an die „Fairest Isle“, das erträumte England der endlich geeinten Briten und Sachsen: Die Arien, Ensembles und Chöre der sieben musikalischen Tableaux verbinden höchste Kunst mit Suggestivkraft und Eingängigkeit. Und der Zweikampf um Weib und Macht, den die verfeindeten Könige Arthur und Oswald ausfechten, ist nur durch allerlei Magie und Bühnenzauber zu lösen...
Die verschiedenen Sparten wirken bei diesem besonderen Projekt zusammen: Salzburgs Schauspielchef Jürgen Flimm wird Purcells und Drydens „Dramatick Opera“ inszenieren, und mit Nikolaus Harnoncourt übernimmt der prägende Dirigent der letzten Festspieljahre die musikalische Leitung.
Henry Purcell (1659-1695)
Wie sieht das ideale Musiktheater aus? „Ein englischer Gentleman wünscht, wenn sein Ohr befriedigt ist, seinen Geist beschäftigt, folglich Musik und Tanz fleißig vermischt mit gesprochener Komödie oder Tragödie“, forderte 1692 das Londoner „Gentlemen’s Journal“. Der britische Komponist Henry Purcell und der Dramatiker John Dryden, seit 1668 Poet Laureate am Hofe der Stuarts, lagen im Trend der Zeit, als sie mit King Arthur die Genres verknüpften: Schauspiel paart sich hier mit Oper, höfische Tanzrhythmen mit possenhaftem Schäferspiel, nationaler Mythos mit bissiger Satire zu einem schillernden Gesamtkunstwerk oder, wie Peter Ruzicka es nennt, „dem ersten Musical in der Geschichte“. Ob es die grandiose „Frost-Szene“ mit ihren Tremoli und chromatischen Rückungen ist, bei der es einem eiskalt den Rücken herunterläuft, ob das lebenspralle, deftige Trinklied „Your hay it is mow’d“ oder die seraphisch-entrückte Huldigung an die „Fairest Isle“, das erträumte England der endlich geeinten Briten und Sachsen: Die Arien, Ensembles und Chöre der sieben musikalischen Tableaux verbinden höchste Kunst mit Suggestivkraft und Eingängigkeit. Und der Zweikampf um Weib und Macht, den die verfeindeten Könige Arthur und Oswald ausfechten, ist nur durch allerlei Magie und Bühnenzauber zu lösen...
Die verschiedenen Sparten wirken bei diesem besonderen Projekt zusammen: Salzburgs Schauspielchef Jürgen Flimm wird Purcells und Drydens „Dramatick Opera“ inszenieren, und mit Nikolaus Harnoncourt übernimmt der prägende Dirigent der letzten Festspieljahre die musikalische Leitung.