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Die Nashörner

Frei nach Eugène Ionesco

Jugendballett / Ab 12 Jahren

Premiere: 12.01.2018 in den Kammerspielen

In der Gruppe fühlen wir uns stark. In der Masse verschwinden wir und lassen uns mitreißen, geben Verantwortung auf. Wie kann ein „Trend“ zur Massenbewegung werden, die gegen alle Vernunft geht, und ab wann wird sie gefährlich?

Bedrohlich trampelnd rast ein Nashorn durch die Stadt. Dann ein zweites, drittes … Doch es sind keine ausgebrochenen Tiere, sondern die Bewohner selbst, die sich in Dickhäuter verwandeln. Einzig Behringer fragt sich von Anfang an, was es bedeutet, dass sich immer mehr Menschen von der Faszination der rohen Kraft der wilden Tiere mitreißen lassen. Als Nashörner werden alle zu Brüdern, werden gleich. Dabei geben sie aber ihre Individualität, ihr eigenständiges Denken auf und verlieren damit, was im Kern der Brüderlichkeit steckt: Menschlichkeit. Wer nicht Teil der alles zerstörenden Horde ist, wird ausgegrenzt, bis bald nur noch Behringer den Mut aufbringt, sich gegen die gewaltige Macht der Mehrheit zu stellen. Selbst seine Liebe zu Daisy zerbricht am Wahnsinn der Massenmanipulation.

Inspiriert von Eugène Ionescos absurdem Theaterstück „Die Nashörner“ erforscht das Salzburger Ballettensemble tänzerisch Fragen nach Menschlichkeit und Individualität versus Mitläufertum und Totalitarismus. In spannungsgeladenen Bildern zeigt es, welche Kraft der Einzelne entfalten kann, wenn er seinem Gewissen und seinen Idealen folgt – gegen Propaganda und den Druck der Masse.

Schon oft begeisterten Alexander Korobko, Josef Vesely und Kate Watson mit ihren vielseitigen Choreographien das junge Publikum. So zeigte das Team mit „Der Zauberlehrling“, dass Tanz auf kleinem Raum große Wirkung entfalten kann. Nach „Der König von Narnia“ ab 10 Jahren kommt nun zum ersten Mal eine Ballettproduktion speziell für Jugendliche ab 12 Jahren in die Kammerspiele.



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