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Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

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»Hallo, meine sauberen Herren Brecht und Weill,
Ihre Tage dürften wohl ebenfalls so gezählt sein
wie die Ihrer Abschaumstadt Mahagonny«,

so schrieb die Zeitschrift für Musik nach der skandalträchtigen Uraufführung von »Mahagonny« am 9. März 1930
in Leipzig. Denn schonungslos und provozierend konfrontiert das Werk die Zuschauer mit den sinnentleerten
und letztlich selbstzerstörerischen Mechanismen der kapitalistischen Warengesellschaft.    

Am Anfang steht die Gründung einer Stadt. Fatty, Moses und die Witwe Begbick beschließen, einen Ort in die Welt zu
setzen, der Geld bringen soll. Sie wollen das System überlisten, das sie ausgesaugt hat und taufen ihre Stadt »Mahagonny,
die Netzestadt«. Doch das System lässt sich nicht überlisten, die Netze bleiben leer – die, die nach Mahagonny
kommen, bringen statt Geld nur Unzufriedenheit. Die Sehnsucht nach dem Punkt Null ist die einzige Utopie, die geblieben
ist. Nur in Jim Mahoney bohrt eine Idee von Lebendigkeit, die die wesentlichen Fragen unserer Zeit aufwirft:
Wie wollen wir leben? Was heißt Gemeinschaft? Und: Wie bin ich Mensch? 


Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Salzburger Landestheater  

Kurt Weill / Oper in drei Akten / Text von Bertolt Brecht 
in deutscher Sprache



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