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EMILIA GALOTTI

Gotthold Ephraim Lessing
„Wer über gewisse Dinge seinen Verstand nicht verlieret, der hat keinen zu verlieren.“

„Weg ist meine Ruhe und alles!“ – Hettore Gonzaga, der Prinz von Guastalla, verzehrt sich in Leidenschaft nach der jungen Emilia Galotti. Seit er die schöne, sittsame junge Frau zum ersten Mal sah, geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Die ihm versprochene Prinzessin – interessiert ihn nicht mehr. Seine Geliebte, die Gräfin Orsina, – reizt ihn nicht mehr. Emilia muss es sein. Emilia Galotti.

Doch Emilia, die dem jungen Grafen Appiani versprochen ist, wehrt alles Liebeswerben ab und flüchtet nach Hause zur Mutter. Der Prinz ist außer sich: Wenn Fürsten lieben, gibt es kein Nein. Da nimmt der intrigante Kammerherr Marinelli die Zügel in die Hand. Er arrangiert einen Überfall auf die Kutsche des Grafen Appiani, der dem Anschlag zum Opfer fällt. Emilia und ihre Mutter werden gerettet und ins vermeintlich sichere Schloss des Prinzen gebracht. Doch Emilia durchschaut den dreisten Betrug. Statt im Prinzen den edlen Retter zu sehen, weigert sie sich bis zum Äußersten standhaft gegen sein immer drängenderes Werben …

Obwohl Lessing sein Theaterstück ohne politische Intentionen schrieb, hat er doch einen brisanten Stoff geschaffen. Denn in „Emilia Galotti“ setzt er dem willkürlichen Herrschaftsstil der Monarchen den Moralbegriff des aufgeklärten Bürgertums entgegen.


18. Jänner 2018 - 13, März 2018
Schauspielhaus Salzburg, Studio



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