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BESUCHSZEIT

Drei voneinander unabhängige Geschichten, und doch teilen sie eins: Ihre Hauptakteure sind aus dem Rahmen der Gesellschaft geraten. In ein Altersheim, ein Gefängnis und eine Nervenheilanstalt. Die Besucher - noch Teil der Gesellschaft - sind bemüht, zu verstehen und zu verbinden. Doch sind sie dem Treiben derselben und dem Leben gegenüber selbst keiner Steuerung mächtig.

Wunderbar durchleuchtet Mitterer Situationen unseres Daseins, in denen wir uns oft selbst zwischen der "Normalität“" und dem "Darüber hinaus" bewegen. Ein Seiltanz, wo ein Schritt daneben entscheidend sein kann. Was, wenn ich mich mal selbst nicht mehr so ganz im Zaum halten kann? Uhren der Zeit, die oft schneller ticken, als wir sie erfassen oder beeinflussen können. Wenn wir uns nicht halten, die Zeit hält uns nicht. Das zeigt uns dieses Stück auf eine herrlich schlichte, tragische und komische Weise.

Wir altern und machen Fehler, so viel ist sicher. Doch was geschieht dann mit uns und mit denen, die uns lieben und die wir lieben? So bietet "Besuchszeit" das schöne Erlebnis, tief in unser Dasein zu blicken und herrlich darüber lachen und weinen zu können. Das Leben ist manchmal absurd. Aber nichts ist so absurd, dass es uns nicht passieren könnte.

VON Felix Mitterer
REGIE Hanspeter Horner
MIT Anita Köchl & Doris Kirschhofer



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