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Döner zweier Herren

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Döner zweier Herren

John von Düffel

Österreichische Erstaufführung / Frei nach Carlo Goldoni (Hunger integriert)

Premiere: 03.06.2018 im Heckentheater

Doch, Sie haben richtig gelesen: Döner, nicht Diener zweier Herren. Obwohl: Die Figuren in John von Düffels Neufassung des Goldoni-Klassikers entspringen geradewegs dem Lustspielmodell der Commedia dell’arte und sind so über alle Zeiten theatermodern, dass sie federleicht in unserer Zeit – genauer gesagt als heiteres Sommervergnügen im idyllischen Heckentheater – landen können.

Rosi, die Tochter eines deutschen Gastwirtes, soll eigentlich mit dem Mafiahelden Federico Rasponi verheiratet werden. Als der für tot erklärt wird, versucht man die junge Frau erneut unter die Haube zu bringen – nun mit dem Anwaltssohn Siegfried. Die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf Hochtouren, als plötzlich der türkische Gastarbeiter Kemal als Diener Federicos
auftaucht und den Totgeglaubten erneut ankündigt …

Als Diener zweier Herren – einerseits von Beatrice, der Zwillingsschwester Rasponis, die in dessen Gestalt auftritt und andererseits als Diener von Florian Müller, genannt „Der Stecher“– hofft der ewig hungrige Kemal auf seine Chance, denn: Wer doppelt arbeitet, kann doppelt essen! Wie in jeder guten Komödie geht es um Verwechslung, Heirat, Liebe, Geld und Gier. Am Ende sind alle glücklich, nur der Hunger bleibt.

John von Düffel wurde 1966 in Göttingen geboren und wuchs u. a. in Irland, den USA und diversen kleineren deutschen Städten auf. Er studierte in Schottland und promovierte in Freiburg im Breisgau. Seit 1991 arbeitete er als Autor und Dramaturg an den Theatern Stendal, Oldenburg, Basel und Bonn sowie am Thalia Theater Hamburg; seit 2009 am Deutschen Theater Berlin. Er hat zahlreiche Romane, Essays, Theaterstücke, Übersetzungen und Bearbeitungen veröffentlicht.

Michael Moritz, 1968 in Freiburg geboren, absolvierte an der Folkwang Hochschule Essen sein Schauspielstudium. Er spielte, inszenierte und schrieb für das Staatstheater Stuttgart, das Schauspielhaus Zürich und das Burgtheater Wien. Dort arbeitete er u. a. mit Regisseuren wie Einar Schleef, Claus Peymann, Hans Neuenfels und Matthias Hartmann zusammen. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Beschäftigung mit dem physical theatre und der lebendigen Commedia dell’arte.



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