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Elektra - Richard Strauss

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Elektra - Richard Strauss
Neuinszenierung

Tragödie in einem Aufzug op. 58 (1909) ………………………
Libretto von Hugo von Hofmannsthal nach seinem gleichnamigen Schauspiel nach der Tragödie des Sophokles

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

„Ich war ein schwarzer Leichnam unter Lebenden, und diese Stunde bin ich das Feuer des Lebens, und meine Flamme verbrennt die Finsternis der Welt.“
Dies erwidert Elektra auf die Nachricht, die ihr von ihrer Schwester Chrysothemis überbracht wird: Ihr lang erwarteter und unverhofft erschienener Bruder Orest wird bejubelt, weil er zunächst ihre Mutter Klytämnestra und danach deren Liebhaber Aegisth, den neuen Herrscher über die Stadt, ermordet hat. Bald darauf spricht Elektra ihre letzten Worte, bevor sie tot zusammenbricht: „Ich trage die Last des Glückes, und ich tanze vor euch her. Wer glücklich ist wie wir, dem ziemt nur eins: schweigen und tanzen.“ Der Tod ihres Vaters Agamemnon ist endlich gerächt, der Kreislauf der Gewalttaten schließt sich, und der Kreislauf des Lebens könnte endlich neu beginnen.

Der einsame Wahn Elektras, der außer dem Schatten ihres Vaters nichts gelten ließ, war diesem ein lebendiges Grabmal geworden. Sie stirbt einige Minuten nach ihrer Mutter, die zwar ihre Feindin gewesen war, ohne die Elektras Leben aber keinen Sinn mehr hat: Die Welt von einst, ob nun geliebt oder verhasst, war Elektras einzige Daseinsberechtigung gewesen, und nun gibt es sie nicht mehr.
Nur Orest und Chrysothemis versuchen, auf diesem Trümmerfeld dem Leben Raum zu geben. Mit der Opferung ihrer Schwester Iphigenie, die dem griechischen Heer etwa 20 Jahre zuvor die Einnahme Trojas ermöglichen sollte, war die Katastrophe losgetreten worden — den Mord an ihrem Kind hatte Klytämnestra Agamemnon nie verziehen. Diese Katastrophe scheint nun ihr Ende zu finden. Zumindest vorerst.
Denn von nun an wird Orest mit der Erinnerung an den unsühnbaren Muttermord leben müssen. Hier, im Dunkel der Nacht Mykenes, stirbt Elektra in dem Augenblick, als ihr einziger, zwanghaft ersehnter Wunsch Wirklichkeit wird, in einem Zustand geistiger und körperlicher Erschöpfung — im wilden Tanz um das Beil, das einst ihren Vater getötet hatte.

Hugo von Hofmannsthals Schauspiel wurde 1903 in der Regie von Max Reinhardt in Berlin uraufgeführt. Es erschüttert durch seine Intensität und Brutalität, beeindruckt durch die in ihrem Reichtum und in ihrer Qualität einmalige Sprache. Kaum etwas erinnert hier noch an das Werk von Sophokles, auf dem es beruht. 

Franz Welser-Möst Musikalische Leitung
Krzysztof Warlikowski Regie
Malgorzata Szczesniak Bühne und Kostüme
Felice Ross Licht
Denis Guéguin Video
Claude Bardouil Choreografie
Christian Longchamp Dramaturgie

Tanja Ariane Baumgartner Klytämnestra
Aušrine Stundyte Elektra
Asmik Grigorian Chrysothemis
Michael Laurenz Aegisth
Derek Welton Orest
Tilmann Rönnebeck Der Pfleger des Orest
Matthäus Schmidlechner Ein junger Diener
Sonja Šaric Die Aufseherin
Bonita Hyman Erste Magd
Evgenia Asanova Zweite Magd
Deniz Uzun Dritte Magd
Sinéad Campbell-Wallace Vierte Magd
Natalia Tanasii Fünfte Magd

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Ernst Raffelsberger Choreinstudierung
Wiener Philharmoniker


27. Juli - 24. August 2020
Felsenreitschule


Saalplan Felsenreitschule Salzburg - "Elektra":

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