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Das Bergwerk zu Falun - H. v. Hofmannsthal

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Das Bergwerk zu Falun - H. v. Hofmannsthal

Drama - In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln ………………………………
Neuinszenierung

Von einer seiner Seefahrten heimgekehrt, wird der Seemann Elis Fröbom von einer tiefen Teilnahmslosigkeit befallen. Im Zustand eines Lebensekels, der sich bis zur Todessehnsucht steigert, wird er von einem düsteren Unbekannten aufgesucht. Der alte Torbern weist ihm den Weg in das tief unter der Erde liegende Reich der Bergkönigin — eine pracht­volle, erstarrte Welt, die Elis ebenso beängstigt wie anzieht. Als Herrscherin über ein zeitloses Reich, welches „das Menschliche mit Füßen stößt“ und seine Besucher gleichzeitig mit ihren verborgens­ten Wünschen konfrontiert, stellt die Bergkönigin Elis in Aussicht, für immer bei ihr zu bleiben. Zuvor soll er jedoch als Bergmann leben, um sich in der Tiefe des Berges von allen menschlichen Sehnsüch­ten zu befreien. Diesem Befehl folgend begibt sich Elis nach Falun, wo er in den Dienst des Bergwerk­besitzers Dahljöh tritt. Als Bergmann lebt er bei Dahljöh, dessen Tochter Anna und ihrer blinden Großmutter und findet ein neues Zuhause. Als sich Elis in die fröhliche, lebenszugewandte Anna ver­liebt und diese seine Liebe erwidert, soll die Hoch­zeit geplant werden. Doch das Reich der Bergköni­gin hat seine Faszination nicht verloren.

Das Bergwerk zu Falun beruht auf einer wahren Begebenheit. 1677 verunglückt ein Bergmann kurz vor seinem Hochzeitstag im schwedischen Falun.
50 Jahre später wird sein im Berg konservierter Leichnam unverwest geborgen und von seiner greisen Braut identifiziert.

Vor Hofmannsthal hatten bereits andere Dichter das außergewöhnliche Er­eignis verarbeitet (unter ihnen Johann Peter Hebel und E.T.A. Hoffmann), aber anders als sie verzichtet er auf das spektakuläre Wiedersehen. Stattdessen nimmt er Themen wie Zeit und Vergänglichkeit in den Blick.
Hofmannsthal war ein Künstler mit einer seismografischen Aufnahmefähigkeit, der Literatur und wissenschaftliche Diskurse förmlich aufsog, um sie weiterzuverarbeiten.
So fließt in die Gegenüber­stellung des dunklen, leblosen Reichs der Berg­königin mit der lichten Natur der Bergwelt und ihrer Bewohner eine Fülle von Bezügen ein: Motive der Romantik finden sich ebenso wie Anleihen an die sich in Wien entwickelnde Psychoanalyse oder die kritische Auseinandersetzung Hofmannsthals mit dem Ästhetizismus und der eigenen Künstlerexis­tenz.
In seiner so eigenwillig schönen, poetischen Sprache verdichtet er all dies in der archetypischen Form des Märchens zu einer beunruhigenden Ge­schichte, die bis heute nicht an Aktualität verloren hat. 

Jossi Wieler Regie
Muriel Gerstner Bühne
Anja Rabes Kostüme
Marion Tiedtke, Katja Hagedorn Dramaturgie

Mit Katja Bürkle, André Jung, Marcel Kohler, Lea Ruckpaul, Hildegard Schmahl und anderen


15. - 28. August 2020 | 19:30 Uhr
Salzburger Landestheater


Saalplan Salzburger Landestheater - "Das Bergwerk zu Falun":

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