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Jedermann 2019

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes (1911) ..........................

Nach fast 700 Vorstellungen in einem knappen Jahrhundert ist der Jedermann zentraler Bestandteil der DNA der Salzburger Festspiele und schreibt seine Historie in einem fort: ein singulärer Vorgang im deutschsprachigen Theater.
Konzipiert als Wiederbelebung einer mittelalterlichen Moralität nach dem Vorbild des englischen Everyman, angereichert durch Hecastus von Hans Sachs und andere Quellen, schreibt Hofmannsthal über Jahre in einem Europa der kulminierenden Konflikte an seinem Jedermann.

„Im Kern stellt der Jedermann die Frage: Was passiert, wenn der Tod in das Leben tritt? Der Tod ist in unserer Kultur so sehr verdrängt wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Wir versuchen, uns zunehmend von unserer Endlichkeit abzuschotten und uns möglichst wenig damit zu konfrontieren, aber trotzdem ist letztlich allen klar: Um ein bewusstes Leben zu führen, ist es notwendig, einen reflektierten Zugang zum Tod zu finden. Das gehört grundsätzlich zum Leben dazu. Der Mensch muss sich irgendwann mit dem Tod auseinandersetzen; er wird dieser Konfrontation nicht entgehen. Das Mysterium, das dieses Rätsel vom Tod des Menschen und seiner Begegnung mit dem Tod umgibt, existiert in allen Religionen und Kulturen. Und seit Menschen singen und schreiben, Kunst und Bilder produzieren, beschäftigt sie dieses Thema.

Es gibt im Jedermann, abgesehen vom Stil der Sprache, wenige Hinweise auf die Zeit. Hofmannsthals Sprache, die aus der Wende zum 20. Jahrhundert stammt, kreiert ein Kunstmittelalter, etwas Klassizistisches, eine Nachschöpfung eines anderen Stils, die natürlich viel über ihre eigene Zeit aussagt. Mit der Figur des Jedermann, die Hofmannsthal auf den reichen Mann zugeschnitten hat, spezifiziert er diesen Menschen. So wird sein Jedermann zum ,Spiel vom Sterben des reichen Mannes‘.

Erheblichen Anteil am Erfolg des Jedermann in Salzburg hatte beim Spiel auf dem Domplatz die direkte Konfrontation des Theaters mit der Kirche, die auch die letzten Dinge verhandeln will, also die Begegnung zwischen Profanem und Spirituellem. Mit dem Domplatz fand Max Reinhardt einen Ort, wo er diese Pole aufeinanderprallen lassen und für sich eine ganz große Theatralik entwickeln konnte.“


Michael Sturminger Regie
Renate Martin, Andreas Donhauser Bühne und Kostüme
Wolfgang Mitterer Komposition und Musikalische Leitung

Peter Lohmeyer Stimme des Herrn / Tod / Der Spielansager
Tobias Moretti Jedermann
Edith Clever Jedermanns Mutter
Gregor Bloéb Jedermanns guter Gesell / Teufel
Markus Kofler Der Koch
Helmut Mooshammer Ein armer Nachbar
Michael Masula Ein Schuldknecht
Martina Stilp Des Schuldknechts Weib
Valery Tscheplanowa Buhlschaft
Björn Meyer Dicker Vetter
Tino Hillebrand Dünner Vetter
Christoph Franken Mammon
Mavie Hörbiger Werke
Falk Rockstroh Glaube

Ensemble 013


ab 20. Juli 2019
Domplatz Salzburg (bei Schlechtwetter im Großen Festspielhaus)


JEDERMANN nur im Arrangement mit einer weiteren Festspielveranstaltung erhältlich!
Siehe "JEDERMANN-ARRANGEMENTS"




Jedermann 2019 mit Tobias Moretti
Saalplan Domplatz, Salzburg

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