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Richard III. - W. Shakespeare

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Richard III. - W. Shakespeare

Historisches Schauspiel in fünf Akten …………………..………

Neuinszenierung

In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln


Fast ganz am Anfang seiner Karriere, noch fast ohne Bühnenerfahrung, schreibt Shakespeare The Tragedy of King Richard the Third und erfindet zusammen mit dem kurz zuvor entstandenen dreiteiligen Werk Henry VI eine neue Gattung politischen Theaters: das Historiendrama.

Die York­-Tetralogie entsteht in den 90er­-Jahren des 16. Jahrhunderts. England wird damals von einer Woge des Patriotismus und Nationalismus mitgerissen. Man kann sich fragen, warum Shakespeare ausge­rechnet in diesen Zeiten den Stoff der Rosenkriege wählt: eines der dunkelsten Kapitel der englischen Geschichte. Für ihn und seine Zeitgenossen sind sie unmittelbare Vorgeschichte, kaum mehr als 100 Jahre sind seither vergangen. Und gerade jetzt, unter der stabilen Herrschaft Elisabeths I., in einem Klima nationaler Euphorie, konfrontiert Shakes­peare sein Publikum mit der Verfallsgeschichte einer Adelsgesellschaft, in der innerlich verrohten Menschen kein Preis zu hoch ist, eigene Ziele durchzusetzen, und skrupellose Machtkämpfe toben.

Zwei Familien — das Haus York und das Haus Lan­caster — zerfleischen sich gegenseitig im Kampf um den englischen Thron. Und mit Richard III. — Endpunkt und Summe der Rosenkriege — betritt einer der größten Antihelden der Theaterliteratur die Bühne: kaltblütig, hemmungslos, sadistisch, brutal, schlechthin die Inkarnation des Bösen.
Zu­gleich ist er eine Hauptattraktion des Shakespeare­schen Kosmos: hellsichtig, witzig, heuchlerisch, ver­führerisch. Er weiß um die Manipulierbarkeit der Menschen, ist ein großer Lügner, ein Virtuose der Instrumentalisierung anderer und der genussvollen Selbstinszenierung. Er spielt mit seinem Gegenüber, und auch das Theaterpublikum lässt er nicht aus, kommentiert sein Tun in direkten Ansprachen, zieht es unweigerlich auf seine Seite.

Shakespeare beschreibt mit Richard III. deutlich die Deformationen einer Gesellschaft, in der „eine laten­te Tiefenschicht an Grausamkeit“, wie sie Antonin Artaud beschreibt, hervorbricht. Das ist unheimlich, aber nicht irreal, es ist der Boden unter der erfolg­reichen Herrschaft Königin Elisabeths. Beunruhigend bleibt, was hinter unserem Vergnügen, Richard III. zu folgen, steckt. Was macht auch uns zu Kollabo­rateuren?

Es inszeniert die vielfach ausgezeichnete Regisseu­rin Karin Henkel, die vor zwei Jahren in Salzburg mit großem Erfolg bei Gerhart Hauptmanns Rose Bernd Regie führte; Lina Beckmann übernimmt auch diesmal die Titelrolle.

Karin Henkel Regie
Katrin Brack Bühne
Klaus Bruns Kostüme
Rita Thiele Dramaturgie

Mit Lina Beckmann, Kristof Van Boven, Elsie de Brauw, Kate Strong und anderen

Koproduktion mit dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg


28. Juli - 07. August 2020 | 19:00 Uhr
Pernerinsel Hallein


Saalplan Pernerinsel Hallein - "Richard III.":

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