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Don Pasquale - G. Donizetti

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Don Pasquale - G. Donizetti

Dramma buffo in drei Akten (1843) - Rekonstruktion der Fassung für Pauline Viardot (Sankt Petersburg 1845) - Libretto von Giovanni Ruffini und Gaetano Donizetti

Wiederaufnahme
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer: ca. 2 h 40 min

„È finita“ — es ist aus! — stammelt Don Pasquale, und eine karge, kurzatmige Melodie der Violinen fängt seine ganze Niedergeschlagenheit ein. Die bescheidene, verschämte Sofronia, die Dottor Malatesta dem alten Junggesellen als Gattin zu­führte, hat sich, kaum war die Heiratsurkunde unter­ zeichnet, als verschwenderische, widerspenstige und streitsüchtige Frau entpuppt. Und nun hat sie ihrem Mann sogar eine Ohrfeige verpasst! Aus dem Ehetraum ist Pasquale in der Ehehölle erwacht.
Die Heirat war zugegebenermaßen etwas überstürzt und überdies eine Trotzreaktion gegenüber Ernesto, seinem finanziell von ihm abhängigen Neffen: Da dieser seine Geliebte, die mittellose junge Witwe Norina, unter keinen Umständen aufgeben wollte und die vermögende Dame, die sein Onkel für ihn als Braut ausersehen hatte, ausschlug, beschloss Pasquale, durch eine eigene Ehe und eigene Nach­kommen Ernesto zu enterben, aus dem Haus zu werfen und so jeder Möglichkeit zur Familiengrün­dung zu berauben.

Bereits die Bearbeitung des Librettos entfernt sich entschieden vom possenhaften Charakter der Vor­lage. Donizetti aber geht noch viel weiter: Ohne die Komik der Situationen abzuschwächen, gewinnt er aus den tradierten Komödientypen psychologisch differenzierte, durchaus widersprüchliche Indivi­duen, die auch emotionale Verletzlichkeit kennen.
Der ständig changierende musikalische Blick zwi­schen amüsierter Distanz und Einfühlung verleiht dieser Komödie eine ausgeprägt melancholische Seite. „Das Lachen hat keinen größeren Feind als die Emotion“, schrieb Henri Bergson: So wird die Geschichte von Don Pasquale, gegen den sich alle verbünden, auch zu einer Reflexion über das Alter zwischen erotischen Bedürfnissen und (auferlegter) Resignation sowie über die Schwierigkeiten der unterschiedlichen Generationen, einander jenseits von Vorurteil und Bevormundung zu begegnen.

Gianluca Capuano Musikalische Leitung
Moshe Leiser, Patrice Caurier Regie
Christian Fenouillat Bühne
Agostino Cavalca Kostüme
Christophe Forey Licht
Étienne Guiol Video
Beate Vollack Choreografie
Christian Arseni Dramaturgie

Cecilia Bartoli Norina
Peter Kálmán Don Pasquale
Nicola Alaimo Dottor Malatesta
Javier Camarena Ernesto

Philharmonia Chor Wien
Walter Zeh Choreinstudierung
Les Musiciens du Prince-Monaco


09. - 18. August 2020
Haus für Mozart


"Don Pasquale" nur erhältlich in Kombination mit einer weiteren Festspielveranstaltung:
sh. "
Don Pasquale - Arrangements"



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