Project Name

  • 1

Il trittico - Giacomo Puccini

Drei Opern in je einem Akt (1918) ........................................

Neuinszenierung

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln


GIANNI SCHICCHI - Libretto von Giovacchino Forzano nach einer Episode aus dem ersten Teil (Inferno) der Divina Commedia (1321) von Dante Alighieri
IL TABARRO - Libretto von Giuseppe Adami nach dem Schauspiel La Houppelande (1910) von Didier Gold
SUOR ANGELICA - Libretto von Giovacchino Forzano

Geschrieben mitten im Ersten Weltkrieg, erlebt Il trittico seine Uraufführung am 14. Dezember 1918 in New York. In einer Zeit der Krise, in der alle Werte in Frage gestellt sind, erscheint einem Komponisten wie Giacomo Puccini Dantes Divina Commedia vielleicht als ein nicht ganz fernliegender Referenzpunkt, der Orientierung geben kann.
Il trittico — das "Triptychon" — besteht aus drei Einaktern, die auf den ersten Blick keine Verbindung miteinander haben. Allerdings wird, wenn man sich in die Erzählstruktur hineinbegibt, ein übergeordnetes Koordinatensystem erkennbar.

In Gianni Schicchi, mit seiner spielerischen Leichtigkeit, erschallt grell ein überbordendes Lachen, wie es nur in der Hölle zu hören sein kann. Wir sind in Florenz, im Haus des gerade verstorbenen Buoso Donati. Die versammelte Verwandtschaft — aristokratisch und verkommen — sieht sich nach dem Auffinden des Testaments um das reiche Erbe gebracht. Nach einigen Widerständen einigt man sich, einen missliebigen Zugereisten, den gerissenen Gianni Schicchi, um Hilfe zu bitten. Dieser treibt ungehindert sein Unwesen — nicht ohne Grund tobt er bei Dante als eine Art dunkler Poltergeist durch das „Inferno“...

In Il tabarro (Der Mantel) sind wir vom faulenden Geruch der Seine umgeben und im Fegefeuer auf Erden angelangt. Puccini siedelt das Stück in seiner Gegenwart an, in Paris, in einem realistischen Milieu zwischen Hafenarbeitern, Trinkern und Huren — als hätte Georges Simenon Pate gestanden. In der drückenden Atmosphäre der Ausweglosigkeit entspinnt sich eine Dreiecksgeschichte zwischen Giorgetta, ihrem Ehemann — dem Kapitän Michele — und dessen Arbeiter Luigi...

In Suor Angelica hat sich die Perspektive auf das tragische Schicksal einer einzelnen Figur, der jungen Nonne Angelica, zugespitzt. Sie wurde zur Strafe für einen Fehltritt ins Kloster verbannt, fristet freudlos ihr Leben und wartet auf Nachricht von ihrem Sohn, den sie seit der Geburt nicht mehr sehen durfte. Als sie erfährt, dass er gestorben ist, beschließt sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Der Höhepunkt der Oper ist ein ausgedehnter Monolog von 20 Minuten, in dem sich Angelica als gläubige Katholikin durch ihre Zweifel hindurcharbeitet und von ihren Gewissensbissen befreit. In einem erlösenden Ende gelingt es ihr, all ihren Schmerz zu transzendieren und ihrer Marter zu entfliehen. In einem überstrahlten Finale hält Puccini ihr einen Weg in die Sphären des himmlischen Paradieses offen.

Franz Welser-Möst Musikalische Leitung
Christof Loy Regie

Gianni Schicchi:

Misha Kiria Gianni Schicchi
Asmik Grigorian Lauretta
Enkelejda Shkosa Zita
Alexey Neklyudov Rinuccio
Dean Power Gherardo
Lavinia Bini Nella
Manel Esteve Betto di Signa
Brindley Sherratt Simone
Iurii Samoilov Marco
Caterina Piva La Ciesca
Matteo Peirone Maestro Spinelloccio
Mikolaj Trabka Ser Amantio di Nicolao
Alexey Kulagin Pinellino

Il Tabarro:


Roman Burdenko Michele
Asmik Grigorian Giorgetta
Joshua Guerrero Luigi
Andrea Giovannini Il “Tinca”
Brindley Sherratt Il “Talpa”
Enkelejda Shkosa La Frugola
Dean Power Un venditore di canzonette / Un amante

Suor Angelica:

Asmik Grigorian Suor Angelica
Karita Mattila La Zia Principessa
Hanna Schwarz La Badessa
Enkelejda Shkosa La Suora Zelatrice
Caterina Piva La Maestra delle Novizie
Giulia Semenzato Suor Genovieffa
Daryl Freedman Suor Dolcina
Juliette Mars La Suora Infirmiera
Lavinia Bini
Prima Cercatrice
Amira Elmadfa Novizia


Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Jörn Hinnerk Andresen Choreinstudierung

Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
Wolfgang Götz Choreinstudierung

Angelika-Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker Bühnenmusik

Wiener Philharmoniker



29. Juli - 21. August 2022
Großes Festspielhaus


Saalplan Großes Festspielhaus Salzburg - "Il trittico":

Kategorie 1: grün
Kategorie 2: pink
Kategorie 3: hellblau
Kategorie 4: rot
Kategorie 5: dunkelblau
Kategorie 6: orange
Kategorie 7: gelb


Alt-Text

Zurück