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Die Brüder Karamasow

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Die Brüder Karamasow
Fjodor Dostojewskij

Familiensaga, Krimi, philosophischer Diskurs und Drama zugleich – in seinem monumentalen Roman über die Ermordung des alten Lebemanns Karamasow geht es Dostojewskij um die großen Themen Glaube, Moral, Schuld und Verantwortung.

Über dem Gutsbesitzer Fjodor Pawlowitsch hängt das Damoklesschwert, ein Karamasow zu sein, ebenso wie über seinen ungleichen Söhnen. Aljoscha, der Mönch, ist geprägt von seinem Glauben und der Liebe zu seinen Mitmenschen. Iwan, der Intellektuelle, stellt sich als großer Zweifler und Nihilist die existenziellen Sinnfragen. Dmitrij kommt als Lebemann, Trinker und Raufbold am meisten nach dem Vater, den er abgrundtief hasst, zumal sie beide die gleiche Frau lieben. Brennend vor Eifersucht wünscht Dmitrij seinem Vater lautstark den Tod. Als er wirklich ermordet aufgefunden wird, fällt der Verdacht natürlich sofort auf ihn. Aber ist er wirklich der Mörder?

In einem der spannendsten und beklemmendsten Gerichtsverfahren der Weltliteratur kommen menschliche Beziehungswirren auf den Prüfstand. Dostojewskis Hoffnungsträger für eine neue moralische Gesellschaft ist der von den Jugendlichen umjubelte Aljoscha. Doch im Mittelpunkt steht nicht das kriminelle Delikt als solches: Es sind die tragischen Konflikte der Brüder, von denen jeder ein Lebensprinzip verkörpert.
Es geht um die Suche nach Glück, Liebe und den Sinn des Lebens. Gibt es Gott? Und wenn nicht: Ist dann alles erlaubt?


ab 11. Mai 2019 | 19:00 Uhr
Salzburger Landestheater



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