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Eifersucht

Sie sind Rivalinnen. Und sie versuchen fast ein Jahr lang sich mit Mails k.o. zu schlagen.
Da ist Helen, eine erfolgreiche Anwältin, 55 Jahre, seit 18 Jahren mit Laszlo verheiratet.
Die 40-jährige Yana ist Architektin mit einem Faible für rote Reizunterwäsche und Laszlos Geliebte, bis Iris kommt, 25 Jahre, Indologiestudentin, Buddhistin und Vegetarierin, die Laszlos zweite Geliebte wird.
Das Objekt der Begierde - Laszlo, ein dickbäuchiger, triebgesteuerter Mitfünfziger - ist auf der Bühne gar nicht zu sehen. Und die eigentlichen Hauptakteure sind drei PCs mittels derer sich die drei Frauen verbal beharken. Das Stück sprüht vor Witz. Sein besonderer Reiz: ein steter, bis ins Absurde reichender Wechsel sarkastischer und bissiger, witziger und urkomischer, emotionaler und nachdenklicher Szenen.
Als Höhepunkt schließlich ein furioses Finale: Aus fieser, gehässiger Eifersucht wird eine außergewöhnliche Freundschaft der Frauen. Laszlo, der Auslöser des intriganten Spiels, ist der eigentliche Verlierer.

Sag mir, wie du lebst und ich sage Dir, wer du bist. Womit wir beim Thema wären: "EiferSucht", das 1999 in Düsseldorf uraufgeführte Erfolgsstück von Esther Vilar, ist ein Stück über Frauen und Männer, Beziehungsgeflechte, Gefühlschaos - weit genommen. Helen, Yana und Iris lieben Laszlo, aber der macht mit allen Dreien rum. Weshalb die Frauen spinnen. Hochkarätig. Eng genommen ist das Drama eine Frauen-Studie, denn Laszlo meldet sich kein einziges Mal zu Wort. Sattdessen reden die Verlassenen. Was heißt schon reden: Sie schreiben sich, die Damen bombardieren sich mit Anklagen, tauschen Gemeinheiten, wollen Hilfe von der Konkurrentin. Kurz: Sie offenbaren ihre Macken, Wunden, Narben. Bewegend, hochintelligent und zum Schreien komisch.

VON Esther Vilar
REGIE Anselm Lipgens
MIT Anita Köchl, Anna Paumgartner und Caroline Richards
SPIELDAUER ca. 90 min.


02. und 11. August 2018 | 20:00 Uhr
Kleines Theater, Salzburg



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