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Hamlet - William Shakespeare

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Hamlet - William Shakespeare
Prinz von Dänemark / Ein Trauerspiel

Der König von Dänemark ist tot. Claudius, sein Bruder, war nur allzu schnell bereit, die verwitwete Königin Gertrud zu heiraten und selbst den Königsthron zu besteigen. Seitdem geht nachts ein Geist um auf der Burg Helsingör, der dem verstorbenen König erschreckend gleicht. Er hat eine Botschaft für den jungen Prinzen und Thronfolger Hamlet: Es war Mord.

Hamlet stellt sich zum Schein wahnsinnig, um die Hintergründe dieses Verbrechens aufzuklären. Mit den Mitteln des Theaters will er den Täter entlarven: Die Aufführung einer reisenden Schauspielertruppe soll den Brudermörder Claudius mit seiner eigenen Tat konfrontieren. Währenddessen braut sich ein anderes Unglück zusammen: Am Hof wird vermutet, dass die Ursache von Hamlets Wahnsinn in seiner unerfüllten Liebe zu Ophelia liegt, der schönen Tochter des Kämmerers Polonius – ein fatales Missverständnis, das letztlich mehrere Leben kosten wird...

Shakespeares berühmtes Werk, entstanden vermutlich 1601–1602, ist eines der meistgespielten Dramen der Weltliteratur und hat bereits zu verschiedensten Deutungen herausgefordert: Der Untergang eines handlungsunfähigen Grüblers oder konkrete politische Machtkämpfe um die Thronfolge? Rachetragödie, Staats- oder Familientragödie? Ist der melancholische Prinz Hamlet dem Ödipus ähnlich oder doch mehr dem Muttermörder Orest? Und wie unschuldig ist Gertrud, die Königin, wirklich an dem Geschehen?

Verfolgt vom Geist des Vaters und umgeben von falschen Freunden und echten Feinden ist Hamlet eingesponnen in ein dunkles Gefüge von Verstrickungen, in familiäre und gesellschaftliche Machtstrukturen, die eine schuldlose, selbstbestimmte Existenz unmöglich machen. Die Mischung aus Kriminal- und Liebesgeschichte und philosophischer Abhandlung über Sinn und Wert des Lebens hat dieses vieldeutige Stück Shakespeares (1564–1616) zu einem Schlüsselwerk der Neuzeit gemacht.


ab 06. Oktober 2018 | 19:00 Uhr
Salzburger Landestheater



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